Impera Total Return AG: Jahresergebnis von Sonderfaktoren belastet
- Im Gesamtjahr 2007 Fehlbetrag von 850 TEuro nach Steuern ausgewiesen
- Sehr solide Vermögenslage durch Abbau der Finanzverbindlichkeiten
- NAV je Aktie verbessert sich von 2,30 Euro auf 2,51 Euro
- 2008 trotz Unsicherheiten positives Netto-Ergebnis angestrebt
Frankfurt, 1. April 2008 – Die Geschäftsentwicklung der Impera Total Return AG war 2007 geprägt von der Krise an den internationalen Finanzmärkten. Nachdem sich das Kerngeschäft in der ersten Jahreshälfte trotz des schon schwierigen Börsenumfelds noch zufriedenstellend entwickelt hatte, mussten in den letzten Monaten kräftige Einbußen verkraftet werden. Infolge der deutlichen Aktien-kursrückgänge schrieb die auf Private Equity-Investments und Corporate Finance-Beratung speziali-sierte Gesellschaft mehrere Beteiligungen aus ihrem Investmentportfolio vorsorglich auf den niedri-geren Wert zum Jahresende ab, was das Ergebnis belastete.
Per saldo wies die Impera Total Return AG 2007 ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Ab-schreibungen (EBITDA) von 1.523,7 (Vj. 4.223,9) TEuro aus, während das Ergebnis der gewöhnli-chen Geschäftstätigkeit bei -823,9 (Vj. 3.533,8) TEuro lag. Nach Steuern wurde im Berichtsjahr ein Nettoergebnis von -849,9 TEuro verbucht gegenüber einem Jahresüberschuss von 3.497,0 TEuro im Jahr 2006. Durch den Gewinnvortrag in Höhe von 4.162,3 TEuro belief sich der Bilanzgewinn auf 3.312,4 (Vj. 4.706,8) TEuro.
Die Gesamtleistung der Impera Total Return AG verringerte sich im Jahresvergleich von 5.211,7 TEuro auf 2.285,9 TEuro. Dabei konnten die Umsatzerlöse aus Corporate Finance-Mandaten mit 375,8 (Vj. 406,0) TEuro annähernd auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Dagegen verringer-ten sich die Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen im Anlagevermögen von 3.818,3 TEuro auf 1.391,0 TEuro: Aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen wurden zahlreiche IPOs in Deutschland verschoben, sodass Impera im Gegensatz zum Vorjahr nur an wenigen Neuemissionen teilnahm. Mit der Veräußerung von Wertpapieren im Umlaufvermögen wurden im Berichtsjahr 308,2 (Vj. 980,9) TEuro erwirtschaftet.
Die Bilanzrelationen der Impera Total Return AG haben sich 2007 deutlich verbessert: Im Verhältnis zur Bilanzsumme von 10.227,3 (Vj. 13.698,9) TEuro wies Impera eine Eigenkapitalquote von 99,1 (Vj. 65,6) % aus. Je Aktie stieg das Eigenkapital im Jahresvergleich von 1,87 Euro auf 2,11 Euro (Basis: 4,8 Mio. Aktien im rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro). Die Vermögenslage war von der Rückzahlung der 2004 aufgelegten Anleihe beherrscht. Hierfür setzte Impera insgesamt 4,4 Mio. Euro eigene Mittel ein. Da die Transaktion überwiegend im vierten Quartal und damit in einem sehr schlechten Börsenumfeld abgewickelt wurde, mussten beim Verkauf von Beteiligungen jedoch teils erhebliche Abschläge hingenommen werden. Gleichzeitig wurden mit der Ablösung des Bonds aber auch alle Finanzverbindlichkeiten der Gesellschaft abgebaut. Zudem vergrößerte sich das Eigenka-pital per 31.12.2007 durch mehrere Kapitalerhöhungen auf 10.138,6 (Vj. 8.983,1) TEuro.
Erhöht wurde auch der Net Asset Value (NAV), der den Substanzwert des Unternehmens beziffert: Er belief sich per 31. Dezember 2007 auf 2,51 Euro je Aktie im Vergleich zu 2,30 Euro am Vorjah-resstichtag. Diese Verbesserung ist insbesondere auf die positive operative Entwicklung der Beteili-gungsgesellschaften zurückzuführen.
Um die Ertragsentwicklung von den starken Kapitalmarkt-Schwankungen abzukoppeln, hat Impera das Portfolio an mittel- und langfristig orientierten Private Equity-Investments deutlich erweitert. Ins-gesamt bleibt das Geschäftsumfeld 2008 aber geprägt von großen Unsicherheiten - insbesondere durch die Finanzmarktkrise und deren weltweite Auswirkungen. Dennoch strebt die Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr ein positives Ergebnis nach Steuern an, da durch die Rückzahlung der An-leihe die Zinsbelastungen entfallen und sich bei einigen Beteiligungen aus dem Portfolio aktuell inte-ressante Exit-Möglichkeiten abzeichnen. In den ersten Monaten 2008 wurde mit dem Verkauf der Beteiligung an der klickTel AG bereits ein erster Abschluss vorbereitet.

